Demenz - Heilbar - oder nicht?
Entdeckt man an sich oder an Angehörigen verschiedene Symptome, die auf eine Demenz hinweisen können, tauchen viele Fragen auf, die beängstigend sind. An dieser Stelle ist es besonders wichtig nicht vor Schreck den Kopf in den Sand zu stecken sondern den Anzeichen auf den Grund zu gehen. Denn werden die Symptome einer Demenz frühzeitig erkannt und das Thema rechtzeitig angegangen, kann viel getan werden. Es muss nicht unbedingt eine unheilbare (primäre) Demenz hinter Gedächtnisausfällen stecken. Diese können auch durch eine sekundäre Demenz bedingt, d.h. Auswirkungen anderer Erkrankungen sein, die zum Teil heilbar sind. Beispielsweise kann Altershirndruck, eine Stoffwechselerkrankung oder ein Ernährungsmangel, wie Flüssigkeits-, Vitamin- oder Salzmangel hinter Gedächtnisausfällen und Orientierungsstörungen stecken. Auch können bestimmte Medikamente in zu hoher Dosis zu Symptomen einer Demenz führen. In den Fällen kann häufig etwas gegen die Grunderkrankung getan werden und das Fortschreiten der Demenz lässt sich aufhalten. Je frühzeitiger, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Demenz sogar zurückbildet.

Die Abklärung, ob eine Depression vorliegt, ist ebenso entscheidend. Denn u.a. durch die Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme depressiver Menschen können ähnliche Symptome wie bei der Demenz auftreten, obwohl eine Demenz nicht vorliegt. Auch muss eine Abgrenzung zur Schwerhörigkeit erfolgen.

Diagnostiziert wird die Demenz im ersten Schritt anhand psychologischer Tests, wie dem Minimental State Test, dem DemTect oder dem Uhrentest. Dabei werden Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit geprüft. Diese Tests geben erste Hinweise und können auch im Kompetenzzentrum Demenz durchgeführt werden. Zeigen die Tests an, dass eine Demenzerkrankung wahrscheinlich ist, müssen vom Arzt körperliche Untersuchungen durchgeführt werden um das Testergebnis zu bestätigen, andere Erkrankungen auszuschließen und den Demenztyp festzulegen. Diese Untersuchungen werden u.a. anhand von Laborbestimmungen und bildgebenden Verfahren, wie CT oder MRT, sowie einer Probeentnahme des Hirnwassers (z.B. anhand einer Lumbalpunkion) durchgeführt.

Wird tatsächlich eine Demenz diagnostiziert, können mit frühzeitiger Unterstützung, verschiedenen Tipps und Hilfsmitteln Betroffene noch lange selbstständig leben und eine gute Lebensqualität genießen. Auch können Angehörige frühzeitiger entlastet werden.

Für die medikamentöse Therapie ist es außerdem wichtig, den genauen Demenztyp zu erfassen. Mit Medikamenten kann der Krankheitsverlauf hinausgezögert werden. Auch können in manchen Fällen Medikamente bei verschiedenen Symptomen helfen.

 
 
 
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