Entlastung für pflegende und betreuende Angehörige
Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte mich vor jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.

Bertolt Brecht

Eine Demenz-Erkrankung ist häufig ein Schlag für die gesamte Familie. Besonders belastet sind Angehörige, die neben der psychischen Verarbeitung dieser Veränderungen die Erkrankten auch betreuen und/oder pflegen. Diese Angehörigen leisten jeden Tag Großartiges und gehen dabei häufig über sich und ihre Kräfte hinaus! Die Belastungen – psychisch, zeitlich, sozial und körperlich - werden dabei manchmal erst im Nachhinein wahrgenommen, zu sehr sind Angehörige mit anderem beschäftigt. Viel zu oft kommt die Erkenntnis schon fast zu spät.

Daher ist es so wichtig, dass pflegende Angehörige grundsätzlich für die eigene Entlastung sorgen. Das bedeutet auch, eigene Grenzen zu erkennen und zu setzen, Hilfe zu suchen, manchmal auch konkret einzufordern und vor allem diese anzunehmen. Die Hilfe kann dabei aus der Familie, von Freunden und Bekannten, von Nachbarn oder auch von professioneller Seite kommen. Manchmal können ganz kleine Hilfen auch für große Erleichterung sorgen.

Die Hilfe ist häufig nötig, um Zeit für den eigenen Ausgleich zu haben. Zeit für sich, Zeit tief durchzuatmen und Kraft für die Pflege zu schöpfen, Zeit, um sich Informationen und Tipps zu holen, Zeit um das zu tun, was einem gut tut und selbst Freude bereitet. Das kann ein Gesundheitskurs, ein gutes Buch, sportliche Betätigung, ein nettes Gespräch am Gartenzaun, ein Kurzurlaub oder ein Friseurbesuch sein. Hauptsache es fühlt sich gut an, denn das haben sich pflegende Angehörige mehr als verdient!

 
 
 
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